Tina Gartmann-Albin, Präsidentin

1. Juni 2012

Mitteilungen der Präsidentin

 

Liebe Tierfreundinnen und Tierfreunde, meine Damen und Herren

  

Nach einem langen und für die Wildtiere ausserordentlich harten Winter hält nun der  Frühling mit grossen Schritten Einzug, und die Natur erwacht wieder mit all ihrer Kraft und Schönheit.

 

Nebst der alltäglichen Arbeit zum Wohl der Tiere hat der Vorstand des Graubündner Tierschutzvereins in diesem Frühjahr wiederum erfolgreich eine Pelzsammel-Aktion durchgeführt.

 

Mit dieser Aktion bieten wir den Pelzträgerinnen und Pelzträgern die Möglichkeit, sich nun endlich von ihren Pelzen zu trennen, um diese einem guten Zweck zuzuführen. Gleichzeitig bietet sich uns aber auch die Möglichkeit, erneut darauf aufmerksam zu machen, unter welchen Qualen die Tiere, von denen ihre Pelze stammen, gehalten und getötet werden. Auch Pelzkragen und Bordüren stammen von diesen armen Geschöpfen. Dies ist den Leuten leider oftmals noch immer nicht klar!

 

Es steht uns aber nicht zu, Personen, die Pelze oder Pelzteile tragen, öffentlich an den Pranger zu stellen. Wir geben jedoch nicht auf und machen auch weiterhin auf die tragische Haltung und Tötung von Pelztieren aufmerksam.

 

Auch bei den Tierschutzfällen sind uns leider oftmals die Hände gebunden.

Dies bedeutet aber nicht, dass wir bei solchen Fällen nichts unternehmen.  

 

Anzeigen, welche bei uns eingehen, werden sofort ans ALT (Amt für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit) weitergeleitet. Herr Dr. Thomas Bürge, der zuständige Tierarzt für Tierschutzfälle, nimmt sich raschmöglichst den Meldungen an und klärt ab, wie der Sachverhalt aussieht, um gegebenenfalls Massnahmen zu ergreifen. Dem Graubündner Tierschutzverein ist es aber von Gesetzes wegen nicht erlaubt, Ställe oder Haltungen in eigener Regie zu kontrollieren.

 

Jedoch versuchen wir immer wieder, Tierschutzfälle, die über unser Sekretariat eingehen, in die Medien zu bringen. So haben wir das auch im Falle der Schafhaltung in Susch gehandhabt. Dies auch mit dem Ziel, die Menschen darauf aufmerksam zu machen, dass es leider auch in unserem Kanton vorkommt, dass Tiere schlecht gehalten oder gar misshandelt werden.

 

Von Tierschutzfällen, die nicht über unser Sekretariat, sondern direkt über die Polizei oder das Amt laufen, erfahren auch wir erst – sofern es überhaupt gemeldet wird – von der Presse.

 

Aus diesem Grunde sind wir sehr dankbar, wenn Personen, die Beobachtungen von schlechter Haltung oder gar Misshandlungen machen, uns dies auch direkt melden. Denn nur so ist es uns möglich, weitere Berichte in den Medien zu publizieren, um die Bevölkerung für den Schutz der Tiere zu sensibilisieren. Jedoch steckt nicht immer Böswilligkeit hinter der falschen Tierhaltung. Oftmals handelt es sich auch um Unkenntnis der Bedürfnisse der Tierart oder der Gesetzgebung der Tierschutzverordnung. Auch diese Aufklärungen sind eine Aufgabe des Tierschutzvereins, und darauf müssen wir in Zukunft vermehrt hinarbeiten.

 

In diesem Sinne: Tierschutz ist eine Pflicht für uns alle! Schauen wir nicht weg, wenn ein Tier misshandelt wird. Denn Tiere haben keine Stimme.

An Arbeit wird es uns also auch in Zukunft nicht mangeln. Als Präsidentin beruhigt es mich zu wissen, dass ein gutes Vorstandsteam hinter mir steht und mich voll und ganz unterstützt.

Mit den besten Wünschen für Mensch und Tier verbleibe ich

 

"Eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort "Tierschutz" überhaupt geschaffen werden musste".

 

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