Pelzkampagne

15. Oktober 2009

Pelzkampagne

Nur wegen ihrem Fell werden jedes Jahr über 65 Millionen Tiere umgebracht. Nerze, Füchse, Wölfe, Luchse, Eichhörnchen, Chinchillas, Nutrias, Koyoten, aber auch Hunde und Katzen sind die Opfer des Pelzhandels. Wildtiere erleiden in gestellten Fallen einen grausamen und qualvollen Tod. In Zuchtfarmen werden Pelztiere unter unwürdigen Umständen gezüchtet und brutal abgeschlachtet. Mit der aktuellen Pelzkampagne möchte der Tierschutzverein Graubünden auf das Leid, welches den Tieren während ihrem kurzen Leben angetan wird aufmerksam machen und die Menschen in Graubünden für das Thema sensibilisieren.



Alle Kampagnensujets


Die Lügen der Pelz-Lobby kosten Millionen von Pelztieren das Leben. Wir kämpfen gegen die qualvolle Tierhaltung und das grausame Schlachten.

Mit Aussagen wie «Pelz aus artgerechter Haltung» und «Echter Pelz ohne schlechtes Gewissen» wollen uns Modeschöpfer und Pelz-Lobby vorgaukeln, dass Pelzmode heute kein Problem mehr sei. Doch wir wissen es besser. Aktuelle Aufnahmen in Pelztierfarmen Skandinaviens zeigen, wie brutal die kleinen Pelztiere gehalten und getötet werden. Fakt ist: Für Wildtiere bedeutet diese industrielle Massentierhaltung in Drahtgitterkäfigen kein artgerechtes Leben.

Kleine Teile – gewonnen durch grosse Qualen.

Die aktuelle Mode setzt auf kleinteilige Pelz-Dekorationen. Denn Kragen, Bordüren und Accessoires aus Pelzteilen sind einfacher zu beschaffen und billiger zu produzieren als ganze, intakte Felle, weil es keine Rolle spielt, wenn die Käfige überbelegt sind und die Qualität der Felle mangelhaft ist.

Nerz und Fuchs im Batteriekäfig.

Nerze sind neugierige, bewegungsaktive Tiere. In Freiheit schwimmen, laufen und klettern sie viel. Die Käfighaltung führt bei beiden Arten zu Apathie und nicht selten zu Selbstverstümmelung; sie vegetieren in Drahtgitterkäfigen auf Gitterböden in der Grösse von zwei A3-Seiten.

Kein Leben und kein Überleben.

Fast alle Nerz- und Fuchsfelle stammen aus so genannten Pelztierfarmen, wo die Tiere im Alter von kaum acht Monaten getötet werden: Füchse mit Elektroschock (die Züchter und ihre Helfer stecken den verängstigten Jungtieren eine Eisenklammer ins Maul und eine Elektrode in den After), Nerze mit Traktorabgasen, die in luftdichte Kisten geleitet werden. Ein Todeskampf, der für die Nerze (weil hervorragende Taucher) bis zu einer halben Stunde dauern kann.

Hunde und Katzen – für Pelze getötet.

Seit dem neuerlichen Aufschwung der Pelzmode werden in China jährlich über zwei Millionen Hunde und Katzen brutal abgeschlachtet, ihr Fell wird zu Pelzbordüren, Kragenbesatz, Jacken und Innenfutter verarbeitet und als Billigpelz ins Ausland exportiert. In der Bekleidungsindustrie wird alles verarbeitet, was haarig ist. Und es wird raffiniert getarnt; gefärbt, geschoren, getrimmt und gewoben, verschiedene Fellarten werden kombiniert. Oft kann nur noch ein Fachmann echten von falschem Pelz unterscheiden. An den Kleidern mit Pelzbesatz steht meist gar nichts oder nur «Echter Pelz». Jeder der Pelzkleidung kauft, finanziert damit grausame Tierquälerei.

In Fallen qualvoll verendete Tiere.

Wildtiere werden in der Regel mit Fallen (z.B. Tellereisenfallen) gefangen. Fallen sind immer grausam. Sobald ein Tier den Auslösemechanismus  berührt, schlagen zwei Bügel mit voller Wucht zusammen und klemmen sich um die Gliedmassen des Tieres. Schwer verletzt, mit Knochenbrüchen, Fleischwunden und/oder Sehnenrissen versuchen die Tiere buchstäblich alles, um sich in ihrer Verzweiflung und rasend vor Schmerz und Angst aus der todbringenden Umklammerung zu befreien. Tatsächlich gelingt das einigen Tieren, indem sie sich das eingeklemmte Körperteil abbeissen.  Allerdings sterben sie oft dennoch am Blutverlust oder durch eine Infektion. Einige Tiere verbluten, verdursten, verhungern, oder erfrieren. Diejenigen, die von den Fallenstellern, oft erst nach bis zu drei Tagen, noch lebendig vorgefunden werden, werden erschlagen oder erwürgt. Die Fallensteller wollen gar nicht, dass die Tiere in den Fallen sofort getötet werden, weil sie sich so noch gegen andere Tiere verteidigen können und das Fell durch Aasfresser nicht beschädigt wird. Kann man sich an einem Pelz erfreuen, welcher von misshandelten, qualvoll verendeten Tieren stammt?

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